Blue
Hole

Dahabs

Tauchen zwischen
Faszination und Gefahr

Blue
Hole

Dahab’s

Tauchen zwischen
Faszination und Gefahr

01

Das Blue Hole in Dahab

Eine tiefblaue Wasseröffnung, mitten auf der Sinaihalbinsel am Golf von Akaba, die steil in die Tiefe führt: Das Blue Hole von Dahab, 10 Kilometer nördlich des ehemaligen Fischerdorfs gelegen. Ein Blue Hole ist eine trichterartige Formationen und entsteht, wenn Höhlendecken einstürzen. Das faszinierende Farbspiel – hellblau am Rand und tiefdunkelblau in der Mitte – entsteht durch die unterschiedlichen Wassertiefen. Neben dem Blue Hole in Dahab, gibt es weitere bekannte Blue Holes wie das „Great Blue Hole“ in Belize oder das „Dean’s Blue Hole“ auf den Bahamas.

Das ehemaligen Fischerdorf Dahab. Der Name Dahab ذهب [ðahab] ist arabisch und bedeutet „Gold“ . Umgeben von azurblauen Gewässern und goldenen Sand und Berge hat sich der ruhige Beduinenort zu einer Anlaufstelle von Hippies und Individualtouristen entwickelt. Über die Jahre hinweg wurde es zu einem beliebten Reiseziel und Wohnort. Da Dahab sowohl für Gelassenheit, als auch für Abenteuer steht, werden verschiedenste Zielgruppen von dem Ort magisch angezogen, aber insbesondere von Taucher*innen.

3D

2D

1

Einstieg Süd

2

Einstieg Nord

3

„The Saddle“

4

„The Arch“

Das Blue Hole hat eine einzigartige Formation. Von außen sieht es fast wie ein kreisförmiges Loch aus, mit einem Radius von 80 Metern. Allerdings werden die Wände enger, wenn man tiefer geht. Somit hat es keine Zylinder- sondern eine Kegelform – wie ein Berg, der auf den Kopf gestellt wurde. Das Blue Hole ist circa 128 Meter tief. Ab circa 51 Metern befindet sich ein Torbogen, namens „The Arch“, der ins offene Meer mündet.

1

2

3

4

2

3

4

02

Erkundigung Blue Hole

Auf den ersten Metern erhält man bereits einen Einblick in die Vegetation und Tierwelt im Blue Hole. Neben den Gesteinen sind auch Korallen sichtbar. Besonders häufig sind große Kolonien von Burgkorallen, Gorgonien, Weichkorallen und Schwarzkorallen. Im Blue Hole leben die Red-Sea Anemonenfische in ihren Anemonen. In tieferen und flacheren Wasser sind Schwärme von roten Fahnenbarschen, Masken-Falterfische, Kaiserfische und Anthias-Fische auffindbar.

Hier kann man erkennen, wie tief das Blue Hole ist. Je tiefer man taucht, desto mehr zeigt sich, dass die Wände des Blue Holes nicht konstant nach unten gehen. Statt einer zylinderartigen Form verengen sich die Wände mit zunehmender Tiefe und es nimmt die Form eines umgekehrten Kegels an.

„The Saddle“ (deutsch: der Sattel) ist eine östliche Passage, die auf 6 Metern Tiefe liegt. „The Saddle“ bildet den Rand des Blue Holes, überquert man ihn befindet man sich im offenen Meer.
Der Spot ist besonders beliebt bei Unterwasserfotografen.
Durch das Sonnenlicht von oben und der Lichtreflexion entstehen besondere Farben.

Ab circa 51 Metern befindet sich der Torbogen ins offene Meer — „The Arch“. Er lässt Licht durch das Blue Hole scheinen, weshalb es ab 40/50 Metern heller wird. Insbesondere morgens, wenn die Sonne von Seiten Saudi-Arabiens herüber scheint, wird die Tiefe magisch erleuchtet. Das Licht und die Aussicht auf „The Arch“ ist für viele besonders beeindruckend.

»Es ist Abenteuer, Angst, Schönheit, beängstigend. Wow!«

»Die Aussicht auf diesen Ort ist einzigartig – wenn man von hellem Licht in Dunkelheit und dann wieder ins Licht übergeht. Es fühlt sich an, als würde man eine Höhle durchdringen, aber man kann immer noch von Licht zu Licht gelangen.«

»Die verschiedenen Blautöne, das Meeresleben und die Landschaft sind atemberaubend.«

»Ich habe „The Arch“’ aus 40 m Tiefe gesehen, die Sicht war gut, und es sah aus wie das Tor zu einem wunderschönen Imperium.«

»Es ist erstaunlich, „The Arch“ auf die richtige Weise zu erleben. Es hat mich dazu gebracht, mehr zu lernen und tiefer zu gehen.«

Die tunnelartige Öffnung ist circa 25 Meter lang und verläuft schräg nach unten, bis er ins offene Meer mündet. Unterhalb von „The Arch“ sind Tiefen von 102 Meter (beim Eingang) bis 120 Meter (beim Tunnelausgang) messbar. Außerhalb „The Arch“ kommt es beim Meeresboden schrittweise zu Abfällen, bis hin zu 800 Meter Tiefe.
Unterhalb „The Arch“ kommt es zu faszinierenden Begegnungen. Sei es ein Teddybär, mitten im nirgendwo. Oder Fische, die auf dem Kopf schwimmen. Wenn Fische den Bogen sehen, meinen sie es ist der Grund und schwimmen deshalb falsch herum.
Am Boden des Blue Hole ist die Szenerie düster und geheimnisvoll – hier herrscht eine unheimliche Stille. Wegen des geringen Sauerstoffs, der mangelnden Lichtdurchdringung und der kälteren Temperaturen ist auf dieser Tiefe nicht viel zu sehen. Doch es gibt etwas, das es unheimlich macht: Leichen, die auf den Grund des Blue Hole liegen. Eine befindet sich beispielsweise auf etwa 112 Metern Tiefe, eine andere auf 125 Metern. Was ist hier geschehen?

Tauchplan

Tauchrealität

Es wird als „der gefährlichste Tauchspot“ der Welt bezeichnet, obwohl nicht genau klar ist, wie viele Menschen im Blue Hole umgekommen sind. Den Behörden zufolge sind es lediglich 40, anderen Quellen zufolge zwischen 130 und 200 Personen. Über die Jahre hinweg sammelten sich Gedenktafeln von verstorbenen Tauchern an einer Felswand. Die jüngst Erschienene vom Jahr 2023.

Die Tragödien, die sich am Blue Hole ereigneten, sind schmerzliche Erinnerungen an die Risiken des Tauchens. Welche Gefahren
lauern unter der Oberfläche? Warum sind selbst erfahrene Taucher nicht immer sicher?