Rettung

Die verunglückte

Rettung

Die verunglückte

01

Vorstellung Taucher

Name

Stephen Keenan

Ort

Dahab, Blue Hole

Datum

22. Juli 2017

Tiefe

54 Meter

Beschreibung

Am 22. Juli 2017 fand ein Weltrekordversuch der italienischen Apnoetaucherin Alessia Zecchini statt. Der Weltrekordversuch sah vor, dass Alessia nur mit einen Atemzug „The Arch“ durchtaucht. Stephen Keenan war während des Tauchgangs als Rettungstaucher

tätig und sollte beim Ausgang des Bogens an einer Aufstiegsleine warten und Alessia den Weg nach oben zeigen. Leider kam es beim Tauchgang zu Verzögerungen von Seiten Stephen Keenans, was eine Reihe von fatalen Folgen mit sich brachte.

02

Einführung Apnoetauchen

Stephen war Apnoetaucher. Apnoe bezeichnet das Aussetzen der Atmung, also einen Atemstillstand. Im Tauchsport hat sich der Begriff „Apnoetauchen“ oder „Freitauchen“ etabliert, um das Tauchen ohne Atemgerät zu beschreiben, bei dem der Taucher seinen Atem anhält, um unter Wasser zu bleiben.

Apnoe Neoprenanzug

Ein Neoprenanzug fürs Apnoetauchen muss flexibel sein, ohne die Atmung zu behindern, gut sitzen und Bewegungsfreiheit bieten. Zudem sorgt er für Wärme, die für das Anhalten des Atems wichtig ist. Die Dicke sollte an Wassertemperatur und Kälteempfinden des Tauchers angepasst werden.

Flossen

Maske

Schnorchel

Fluid Googles

Noseclip

Bleigürtel

Tauchcomputer

Boje

Zeittauchen

Statik, auch Zeittauchen genannt, bildet die Grundlage des Freitauchens. Dabei geht es darum, sich zu entspannen und die Atmung zu kontrollieren, um möglichst lange unter Wasser zu bleiben.

Flossen

Streckentauchen

Dynamik, das Streckentauchen, bedeutet, mit einem Atemzug so weit wie möglich zu tauchen, entweder mit Flossen (DYN) oder ohne Flossen (DNF).

Das Tieftauchen hat das Ziel, mit einem Atemzug so tief wie möglich abzutauchen, entweder mit Flossen und konstantem Gewicht (CWT - Constant Weight), ohne Flossen aber mit konstantem Gewicht (CNF - Constant No Fin), ohne Flossen, aber mit den Armen an einem Seil (FIM - Free Immersion) oder mit Ballast und einem Hebesack (NL - No Limits), wobei Letzteres nicht mehr in Wettkämpfen ausgeübt wird.

Tieftauchen

Das Tieftauchen hat das Ziel, mit einem Atemzug so tief wie möglich abzutauchen, entweder mit Flossen und konstantem Gewicht (CWT - Constant Weight), ohne Flossen aber mit konstantem Gewicht (CNF - Constant No Fin), ohne Flossen, aber mit den Armen an einem Seil (FIM - Free Immersion) oder mit Ballast und einem Hebesack (NL - No Limits), wobei Letzteres nicht mehr in Wettkämpfen ausgeübt wird.

Zeittauchen

Statik, auch Zeittauchen genannt, bildet die Grundlage des Freitauchens. Dabei geht es darum, sich zu entspannen und die Atmung zu kontrollieren, um möglichst lange unter Wasser zu bleiben.

Streckentauchen

Dynamik, das Streckentauchen, bedeutet, mit einem Atemzug so weit wie möglich zu tauchen, entweder mit Flossen (DYN) oder ohne Flossen (DNF).

Das Tieftauchen hat das Ziel, mit einem Atemzug so tief wie möglich abzutauchen, entweder mit Flossen und konstantem Gewicht (CWT - Constant Weight), ohne Flossen aber mit konstantem Gewicht (CNF - Constant No Fin), ohne Flossen, aber mit den Armen an einem Seil (FIM - Free Immersion) oder mit Ballast und einem Hebesack (NL - No Limits), wobei Letzteres nicht mehr in Wettkämpfen ausgeübt wird.

Tieftauchen

Das Tieftauchen hat das Ziel, mit einem Atemzug so tief wie möglich abzutauchen, entweder mit Flossen und konstantem Gewicht (CWT - Constant Weight), ohne Flossen aber mit konstantem Gewicht (CNF - Constant No Fin), ohne Flossen, aber mit den Armen an einem Seil (FIM - Free Immersion) oder mit Ballast und einem Hebesack (NL - No Limits), wobei Letzteres nicht mehr in Wettkämpfen ausgeübt wird.

Im Freitauchen gibt es drei verschiedene Disziplinen: Statik, Dynamik und das Tieftauchen.

Beim Freitauchen wird die Frenzel-Methode des Druckausgleichs angewandt, bei der Luft aus dem Mund-Rachen-Raum und nicht durch die Nase gedrückt wird. Dabei werden die Stimmritzen geschlossen, das Gaumensegel ruhig gehalten und die Luft mit der Zunge in die Eustachischen Röhren gepresst.

Die richtige Atmung ist entscheidend für das Apnoetauchen, um Sauerstoff zu maximieren und den Puls zu senken. Die Luft enthält 21 % Sauerstoff, der in den Lungen aufgenommen und zu den Zellen transportiert wird, wo er für die Zellatmung verbraucht wird. Kohlenstoffdioxid, das bei diesem Prozess entsteht, wird über das Blut zurück zu den Lungen transportiert und ausgeatmet. Wichtig beim Apnoetauchen sind die Bauchatmung, bei der sich nur der Bauch hebt, und die Vollatmung, bei der sich Bauch, Flanken und Brustkorb füllen. Diese Techniken optimieren die Sauerstoffversorgung beim Tauchen.

Der Tauchreflex ist eine Reaktion des Körpers, die bei Säugetieren einsetzt, sobald das Gesicht mit kaltem Wasser in Berührung kommt. In diesem Moment verlangsamt sich der Herzschlag, das Blut wird zu den wichtigsten Organen wie Herz und Gehirn geleitet, und die Atmung wird vorübergehend gestoppt. Der Sauerstoffverbrauch wird reduziert und  man kann länger unter Wasser bleiben.

Beim Apnoetauchen wird die Atmung gestoppt, wodurch sich Kohlenstoffdioxid (CO₂) im Blut ansammelt. Ein Anstieg des CO₂ löst einen Atemreiz aus, der bei zu hohem Wert den Drang zum Atmen auslöst. Erfahrene Taucher beschreiben dies als „Zwerchfellkontraktion“. Dieser Reiz ist nicht gefährlich, sondern verstärkt den Tauchreflex, wodurch der Puls sinkt und der Körper längere Apnoezeiten bewältigen kann.

Zeittauchen

Heike Schwerdtner
Deutschland
09‘07 Minuten

Zeittauchen

Stéphane Mifsud
Frankreich
11‘35 Minuten

Streckentauchen
mit Flossen

Magdalena Solich-T.
Polen
277 m

Streckentauchen
mit Flossen

Ming Jin
China
311 m

Streckentauchen
ohne Flossen

Julia Kozerska
Polen
213 m

Streckentauchen
ohne Flossen

Mateusz Malina
Polen
250 m

Tieftauchen
mit Flossen

Alessia Zecchini
Italien
123 m

Tieftauchen
mit Flossen

Alexey Molchanov
International
136 m

Tieftauchen
ohne Flossen

Kateryna Sadurska
Ukraine
77 m

Tieftauchen
ohne Flossen

William Trubridge
Neuseeland
102 m

Tieftauchen
ohne Flossen am Seil

Fatima Korok
Ungarn
102 m

Tieftauchen
ohne Flossen am Seil

Petar Klovar
Kroatien
135 m

03

Tauchplan VS. Tauchrealität

Die folgenden Animationen basieren auf Erzählungen, Beschreibungen, Karten und Berichten. Sie stellen den Unfallverlauf und die Umstände möglichst realistisch dar, sind jedoch keine exakte Wiedergabe der tatsächlichen Ereignisse.

Tauchplan

Tauchrealität

04

Schlussfolgerungen

Stickstoffnarkose

Yuri tauchte in extreme Tiefen ab und geriet so unter die Wirkung der Stickstoff-narkose, auch als der Tiefen-rausch bekannt.

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Sauerstoffvergiftung

Zusätzlich litt Yuri an einer Sauerstoffvergiftung, da er mit normaler Pressluft tauchte und die zulässige Tauchtiefe für sein Gasgemisch überschritt.

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Ausrüstug & Tarierung

Zudem hatte Yuri während seines Tauchgangs Probleme mit seiner Ausrüstung und somit auch mit seiner Tarierung.

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Schlussfolgerungen des Unfalls deuten darauf hin, dass Stephen unter Wasser hyperventilierte. Durch das schnelle und starke Einatmen gelang Flüssigkeit in die Atemwege und verengte den Kehlkopf. Eine Hyperventilation ist eine sehr schnelle und starke Atmung, welche durch körperliche und psychologische Faktoren ausgelöst werden kann. Durch die Atmung wird vermehrt Kohlendioxid ausgeschieden, was beispielsweise Schwindel oder Ohnmacht auslösen kann.

Viele glauben, dass man beim Apnoetauchen durch vorheriger Hyperventilation länger die Luft anhalten kann. Doch in Wirklichkeit verlängert sie die Tauchzeit nicht. Stattdessen verzögert sie den Atemreflex, da zu viel Kohlendioxid abgeatmet wird. Dies kann zu einer plötzlichen Ohnmacht führen, und sobald der Atemreflex einsetzt, wird unkontrolliert Wasser eingeatmet.

Stephen’s Apnoe dauerte zu lange an und er litt an einer Hypoxie, die schließlich in einem Blackout endete. Eine Hypoxie tritt auf, wenn das Gehirn einer Person nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Es gibt zwei wesentliche Arten der Hypoxie. Zuerst tritt ein »Samba« auf. Eine stärkere Ausprägung ist ein Blackout. Eine Hypoxie entsteht durch Faktoren wie Tagesform, Ernährung, Technik und Überschreiten der Grenzen. Die häufigste Ursache für Blackouts ist der sinkende Sauerstoffpartialdruck, der beim Auftauchen aufgrund des sinkenden Umgebungsdrucks auftritt, besonders in den letzten 5-10 Metern.

Ein Blackout wird wie folgt behandelt:

Stephen’s Unfallbericht zufolge war die Todesursache „nasses Ertrinken“, da Stephen gelbe Flüssigkeit und Wasser aus dem Mund ausstieß - ein Exsudat aus der Lunge.